(25.05.2016) Allein an den Warnminuten im Bezirk Küste beteiligten sich mehr als 1.500 Beschäftigte aus 15 Betrieben. Sie setzten ein Zeichen gegen die derzeitigen Pläne der Bundesregierung bei der Reform des Erneuerbare Energien-Gesetzes.
Mit Protestaktionen in zahlreichen Betrieben in Norddeutschland haben Beschäftigte, Betriebsräte, Geschäftsführungen und IG Metall Küste am Mittwoch gemeinsam vor einem Ausbremsen der Energiewende gewarnt.
Allein an den von der Gewerkschaft organisierten Warnminuten in Bremen, Bremerhaven, Hamburg, Nordenham, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern beteiligten sich mehr als 1.500 Beschäftigte aus 15 Betrieben. Bundesweit gab es Aktionen in über 200 Betrieben mit 30.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, zu denen die Verbände der Erneuerbaren Energien, die IG Metall und der Bauernverband aufgerufen hatten.

"Wind hat Zukunft: Die Branche sorgt für Arbeitsplätze und Innovationen nicht nur an der Küste, sondern in ganz Deutschland", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, auf einer Kundgebung vor der Siemens Niederlassung in Hamburg, zu der sich 250 Beschäftigte versammelten. "Die derzeitigen Pläne der Bundesregierung nehmen der Energiewende die Dynamik. Wir setzen darauf, dass sich die Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin bei ihrem nächsten Energiegipfel auf eine Regelung einigen, die den Ausbau sichert und Verlässlichkeit für die Branche schafft", so der Gewerkschafter.
Eine Kundgebung mit 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern von Senvion, PowerBlades und Adwen gab es in Bremerhaven. An Aktionen der IG Metall Rendsburg bei Senvion in Büdelsdorf, Husum und Osterrönfeld sowie Vestas in Husum beteiligten sich insgesamt 450 Beschäftigte. Weitere Warnminuten gab es bei Steelwind in Nordenham, Siemens in Bremen, FeCon in Flensburg sowie Vestas in Lübeck. Am Abend war eine weitere Aktion der Beschäftigten von WEA Service Nord-Ost in Mecklenburg-Vorpommern geplant.
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