Geiken: "Wir machen von Anfang an deutlich, dass wir es ernst meinen"

Metaller starten Tarifverhandlungen mit Großdemonstration und Kundgebung in Hamburg

(13.11.2017) Der Auftakt der Tarifverhandlungen für die 140.000 Beschäftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie am Mittwoch (15.11.) in Hamburg wird von einer Großdemonstration und Kundgebung begleitet. Die IG Metall Küste erwartet mehr als 1.000 Teilnehmer aus den fünf norddeutschen Bundesländern.

"Wir wollen den Arbeitgebern von Anfang an deutlich machen, dass wir es ernst meinen", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. "In den Verhandlungen müssen sie sich jetzt mit unseren Forderungen auseinandersetzen. Es reicht nicht, diese pauschal zurückzuweisen."

Start der Demonstration ist um 9.30 Uhr am Fischmarkt. Von dort geht es an den Landungsbrücken vorbei in die Speicherstadt zum ehemaligen Hauptzollamt, wo ab 10.45 Uhr IG Metall-Bezirksleiter Meinhard Geiken sowie ehrenamtliche Kolleginnen und Kollegen aus den Betrieben auf der Kundgebung sprechen. Um 11 Uhr beginnt dann im ehemaligen Hauptzollamt die erste Verhandlungsrunde mit dem Arbeitgeberverband Nordmetall.

Die IG Metall Küste geht mit einer Forderung nach sechs Prozent mehr Geld in die Tarifrunde. Außerdem fordert die Gewerkschaft einen Anspruch zur zeitweisen Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden. Beschäftigte in Schichtarbeit oder anderen besonders belastenden Arbeitszeitmodellen sowie Arbeitnehmer, die Kinder unter 14 Jahren betreuen oder Angehörige pflegen, sollen währenddessen einen Zuschuss bekommen.

Als Themen will die IG Metall Küste auch Regelungen zum Personalausgleich und für Umkleidezeiten, die bezahlte Freistellung der Auszubildenden und Dual-Studierenden jeweils am Tag vor den Prüfungen, die Angleichung der Schichtzuschläge und eine Verhandlungsverpflichtung für einen Prozess zur Angleichung der Tarifverträge im Osten in die Verhandlungen einbringen.