Geiken: „Ankündigung der Zerschlagung ist unverantwortlich“

Rettung der Volkswerft muss Chefsache werden

(31.01.2014) Die IG Metall Küste hat Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) aufgefordert, die Rettung der Volkswerft in Stralsund zur Chefsache zu machen.

„Anderthalb Jahre nach der Insolvenz stehen wir vor dem denkbar schlechtesten Ergebnis“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Sellering muss sich seiner Verantwortung für die Beschäftigten und den Standort stellen und unter Einbeziehung aller Beteiligten an einem industriellen Konzept arbeiten.“


„Uns geht es um den Erhalt der Arbeitsplätze und des maritimen Standortes: Wir wollen die Fachkräfte, das Know-how der Schiffbauer, in Stralsund halten“, sagte Guido Fröschke, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Stralsund-Neubrandenburg. „Die Ankündigung von Mitgliedern der Regierungsfraktionen, sich vom Schiffbau verabschieden zu wollen, treibe die Menschen weg. Wir müssen eine weitere Abwanderung von qualifizierten Fachkräften verhindern.“

Auch Bezirksleiter Geiken kritisierte die Äußerungen von SPD- und CDU-Vertretern: „Es ist unverantwortlich, dass sie die Zerschlagung des Standortes im Landtag ankündigen. Wir haben den Eindruck, dass sich die Landesregierung vom Schiffbau im Land verabschiedet. Das zeigt auch das Werftenfördergesetz: Es schreckt mögliche Investoren ab und erweist sich damit als Nachteil für die Standorte in Mecklenburg-Vorpommern.“

:: Medien- Infomation 5/ 2014 (PDF | 26 KiB)