(04.12.2009) Die IG Metall Küste und Nordic Yards in Wismar und Rostock-Warnemünde haben sich auf einen Tarifvertrag geeinigt. Die Beschäftigten auf den beiden Werften erhalten von Januar an die in den Tarifverträgen der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie vereinbarten Löhne und Gehälter.
Für sie gilt künftig wieder die 38-Stunden-Woche und ihnen stehen künftig auch wieder 30 Tage Urlaub im Jahr zu. „Das ist ein wichtiges Signal an die Beschäftigten. Die Proteste in den vergangenen Monaten waren erfolgreich“, sagte Jutta Blankau, Bezirksleiterin der IG Metall Küste bei der Unterzeichnung des Tarifvertrages am Freitag in Hamburg. Die Beschäftigten von Nordic Yards erhielten dadurch im Durchschnitt einen Monatslohn pro Jahr mehr als nach den bisherigen Arbeitsverträgen.
Die Gewerkschafterin machte deutlich, dass möglichst schnell neue Aufträge her müssen. „Der Tarifvertrag allein hilft uns nicht. Wir brauchen jetzt Aufträge, die an beiden Standorten langfristig Beschäftigung sichern“, so Blankau. In Wismar und Rostock-Warnemünde stehe eine hochmotivierte Mannschaft bereit. Auch wenn die Transfergesellschaften zunächst um weitere drei Monate verlängert worden seien, bräuchten die Beschäftigten möglichst schnell eine Perspektive.
Der Tarifvertrag sieht vor, dass Nordic Yards zum 1. Januar 2010 dem Arbeitgeberverband NORDMETALL beitritt. Damit gelten bis auf wenige Sonderregelungen die Flächentarifverträge. So verzichten die Beschäftigten auf das tarifliche Weihnachts- sowie Urlaubsgeld, erhalten dafür jedoch in den nächsten drei Jahren Einmalzahlungen von jeweils 500, 600 bzw. 700 Euro mit der November-Abrechnung. Darüber hinaus werden Tariferhöhungen bei Nordic Yards erst sechs Monate später wirksam als im Flächentarifvertrag vereinbart. Der Tarifvertrag läuft bis zum 31.12.2012. Dem Verhandlungsergebnis muss noch die auf den Werften gebildete Tarifkommission zustimmen, deshalb wurde eine Erklärungsfrist bis zum 18.12.2009 vereinbart.
:: Download (PDF | 20 KiB)