Humanisierung der Arbeit

Arbeit muss wieder menschlich werden

(29.11.2007) Schwerste körperliche Belastung, Leistungsdruck, Effizienzsteigerung – in unserer profitorientierten Arbeitswelt kommt der Menschen oft zu kurz. Beim „4. Emder Dialog“ fordert die IG Metall eine „Humanisierung der Arbeit“.

Besorgnis erregend ist der Anstieg der Arbeitsunfälle in 2006 um 3,9 Prozent. Außerdem ist die hohe Anzahl derer, die aufgrund von „psychiatrischen Diagnosen“ wie Depressionen oder Angstzuständen arbeitsunfähig sind, alarmierend.

Der körperliche und geistige Stress in den Betrieben wächst – sowohl in der Produktion als auch in den kaufmännischen Berufen“, konstatierte Jutta Blankau, Bezirksleiterin der IG Metall Küste, am 20. November in Emden. Besorgnis erregend sei vor allem der Anstieg der Arbeitsunfälle in 2006 um 3,9 Prozent. Außerdem ist die hohe Anzahl derer, die aufgrund von „psychiatrischen Diagnosen“ wie Depressionen oder Angstzuständen arbeitsunfähig sind, alarmierend: In Deutschland ist jede neunte Arbeitsunfähigkeit psychisch begründet.

Doch auch der demografische Wandel macht ein Umdenken erforderlich. Blankau: „Die Menschen müssen im Alter leistungsfähig bleiben. Deshalb dürfen wir nicht zusehen, wie die Beschäftigten sich kaputt arbeiten.“
Zu einem humanen Arbeitsleben gehören aus Sicht der IG Metall auch Modelle des flexiblen Renteneinstiegs. Die Bezirksleiterin fasst zusammen: „Die Betriebe sind gefordert zu handeln. Wir müssen der Arbeit endlich wieder ein angemessenes Maß geben.“

:: Infoflyer Altersteilzeit (PDF | 302 KiB)