Geiken: „Ibrahim Ergin ist und bleibt der Betriebsratsvorsitzende.“

Arbeitsgericht Lingen weist Klage der Meyer Werft zurück

(17.12.2015) Die IG Metall Küste hat die Meyer Werft aufgefordert, zu einer sachlichen und konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat und ihrem Vorsitzenden zurückzukehren. „Ibrahim Ergin ist und bleibt der Betriebsratsvorsitzende der Meyer Werft. Das muss auch die Geschäftsführung nach dem heutigen Beschluss des Arbeitsgerichts Lingen endlich einsehen“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, nachdem das Arbeitsgericht Lingen die Klage der Meyer Werft auf Zustimmung zur Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden zurückgewiesen hatte.

Er verlangt von der Unternehmensleitung, auf den Betriebsrat, den Betriebsratsvorsitzenden und die IG Metall zu zugehen. „Statt weiter auf Konfrontation, öffentliche Vorverurteilungen und gerichtliche Auseinandersetzungen sollte die Meyer Werft auf einen sachlichen Dialog setzen. Wir waren und sind dazu jederzeit bereit. Mit dem Beschluss des Arbeitsgerichts ist aber noch einmal mehr klar, dass die Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden dafür keine Voraussetzung sein kann“, so Bezirksleiter Geiken.

Die IG Metall Leer-Papenburg hatte vor Beginn der Verhandlung zu einer Kundgebung vor dem Amtsgericht aufgerufen. Mehr als 250 Beschäftigte der Meyer Werft und Gewerkschafter aus vielen anderen Betrieben aus dem nordwestlichen Niedersachsen und dem gesamten Bezirk Küste sicherten dem Betriebsratsvorsitzenden ihre Unterstützung zu. „Die Solidarität mit Ibrahim Ergin, der über Monate teilweise unsägliche und verletzende Diffamierungen ertragen musste, ist enorm. Das gibt ihm und seiner Familie die nötige Kraft, um eine solche Auseinandersetzung durchzustehen“, erklärte Geiken.