(10.03.2016) Rund 2.000 Metaller aus allen fünf norddeutschen Bundesländern sind in Oldenburg für ihre Forderung nach fünf Prozent mehr Geld auf die Straße gegangen. Anlass war der Start der Tarifverhandlungen für die 140.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordwestniedersachsen und Schleswig-Holstein, die am Mittag ohne Annährung vertagt worden sind.
„Fünf Prozent mehr Geld ist eine Forderung der Vernunft“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Die wirtschaftliche Situation ist stabil. Auch in Norddeutschland geht es den meisten Unternehmen gut, teilweise legen sie gerade wieder Rekordergebnisse vor.“ Es sei deshalb unverantwortlich, wie Nordmetall die Lage und damit auch den Industriestandort schlecht rede.
„Statt von einer drohenden Deindustrialisierung Norddeutschlands zu schwadronieren, sollten die Arbeitgeberverbände lieber zügig ein vernünftiges Angebot vorlegen“, so der IG Metall-Bezirksleiter. „Wir brauchen keine sich lang hinziehende Tarifrunde. Wir bereiten uns aber auf alles vor, denn ob die Arbeitgeber zu ernsthaften Verhandlungen bereit sind, muss sich erst noch zeigen“, erklärte Geiken.

Die zweite Verhandlung für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie im Bezirk Küste ist am Donnerstag, 14. April in Hamburg. Die Entgelt-Tarifverträge laufen am 31. März 2016 aus. In der Nacht zum 29. April endet die Friedenspflicht, ab dann sind Warnstreiks möglich.