(18.08.2016) Als erstes Unternehmen mit Sitz in Schleswig-Holstein unterstützt Nord-Ostsee Automobile die Kampagne AutohausFAIR der IG Metall Küste, mit der diese Autohäuser herausstellt, die sich an Tarifverträge halten, einen Betriebsrat haben und auf Ausbildung setzen. Das kündigten Geschäftsführung und Betriebsrat heute bei einem Besuch von IG Metall-Bezirksleiter Meinhard Geiken im Center Eckernförde an.
"Wir wollen die guten Beispiele herausstellen: Die Kunden sollen sehen, in welchen Unternehmen faire Arbeitsbedingungen gelten", sagte Bezirksleiter Geiken. "Dafür stand früher das Logo der Kfz-Innungen. Weil diese in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein seit einigen Jahren aber keine Tarifverträge mehr abschließen, haben wir eine eigene Informationskampagne gestartet."
Dr. Christian Splett-Henning, Geschäftsführer Nord-Ostsee Automobile, erklärte: "Wir möchten der attraktivste Arbeitgeber in unser Region sein. Dazu zählen eine moderne, vielfältige Aus- und Weiterbildung sowie eine Ausbildungsplatzgarantie für alle Mitarbeiterkinder. Zur Fairness zählen wir selbstverständlich auch eine vernünftige Zusammenarbeit mit unseren Betriebsräten und unser Angebot der Tarifbindung."
"Faire Arbeitsbedingungen müssen in der Kfz-Branche wieder zur Regel werden. Dafür machen wir uns mit der Kampagne stark. Wir wollen auch öffentliche Unternehmen und Behörden erreichen. Von ihnen erwarten wir, dass sie bei der Vergabe von Aufträgen darauf achten, dass diese nur an Unternehmen mit fairen Arbeitsbedingungen gehen", ergänzte Thorsten Kühl, Gesamtbetriebsratsvorsitzender Nord-Ostsee Automobile.
Nord-Ostsee Automobile hat insgesamt acht Standorte in Heide, Schleswig, Husum, Eckernförde, Marne, Bredstedt sowie in Hamburg mit mehr als 470 Beschäftigten. Im Zentrum der Kampagne der IG Metall Küste steht die Internetseite AutohausFAIR, auf der sich jeder darüber informieren kann, welche Autohäuser in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern die Kriterien für ein faires Autohaus erfüllen. Seit dem Start Anfang des Jahres haben bereits zahlreiche Unternehmen in Hamburg ihre Unterstützung erklärt und werben mit dem Slogan in Anzeigen und auf Internetseiten.