(02.06.2014) Die IG Metall hat mit ihrer Campus Tour heute (02.06.) an der Universität Rostock Station gemacht: Mehr als 400 Studierende nutzen die Gelegenheit, um an einem Infostand Meinungen und Änderungsvorschläge zu ihrer Studiensituation loszuwerden und sich über die Arbeit der Gewerkschaft zu informieren.
In Rostock hat die Studierenden das Thema Geld besonders bewegt. Viele müssen neben ihrem Studium arbeiten, weil sie zu wenig oder gar kein BAföG bekommen. „Das zeigt, dass wir dringend eine BAföGReform brauchen. Als IG Metall Jugend treten wir für ein eltern- und altersunabhängiges BAföG ein, bei dem sich junge Menschen nicht verschulden“, sagt Mike Retz, Ansprechpartner für Studierende bei der IG Metall Küste.
Darüber hinaus wünschen sich besonders die Studierenden der Ingenieurswissenschaften mehr Praxisbezug während des Studiums. „Ein Praktikum allein reicht da nicht aus“ findet Stephan 23, Maschinenbaustudent im 4. Semester. Aber auch flexiblere Stundenpläne, mehr Masterplätze und weniger Leistungsnachweise sind Themen, die die Studierenden bewegen.
Hintergrund dieser Aktion ist die Bildungskampagne der IG Metall Jugend, Revolution Bildung, mit der auf den Wert von Bildung und Missstände im Bildungssystem aufmerksam gemacht werden soll. „Für uns als Gewerkschaften war Bildung immer schon mehr als berufliche Qualifikation. Bildung ist Befähigung zur Selbstbestimmung, Solidarität und Voraussetzung für eine lebendige demokratische Gesellschaft“, meint Anke Brauer, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Rostock. Bei vier Themen gibt es aus Sicht der IG Metall besonderen Änderungsbedarf: Zeit für Bildung, Geld für Bildung, Qualität der Bildung und Zugang zu Bildung.
:: Medien Information 21 / 2014 (PDF | 26 KiB)