Mehr als 14.000 Unterschriften bei Solidaritätsaktion

Behinderung von Betriebsratswahlen bei Enercon stoppen

(17.09.2014) Innerhalb weniger Wochen haben mehr als 14.000 Menschen mit ihrer Unterschrift gegen Abmahnungen, Kündigungen und Mobbing im Zusammenhang mit Betriebsratswahlen beim Windkraftanlagenhersteller Enercon protestiert. Unter dem Motto „Betroffen ist einer – gemeint sind alle“ hatte die IG Metall bundesweit in Betrieben, auf Veranstaltungen und in der Öffentlichkeit Unterschriften gesammelt, mit denen die Geschäftsführungen der einzelnen Tochterunternehmen aufgefordert werden, die Behinderung von Betriebsratswahlen zu stoppen.

„Die Solidarität für den gekündigten Betriebsratsvorsitzenden der Enercon-Tochter WEA Service Ost in Magdeburg, Nils-Holger Böttger, und die aktiven Metaller im Gusszentrum Ostfriesland (GZO) in Georgsheil bei Aurich, die mit Abmahnungen und Versetzungen unter Druck gesetzt werden, ist beeindruckend“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Es passt nicht zusammen, dass Enercon massiv von Steuergeld profitiert, aber gesellschaftliche Grundregeln nicht akzeptieren will. Die Beschäftigten werden sich ihr demokratisches Recht auf Betriebsratswahlen und Mitbestimmung nicht nehmen lassen.“

Die Bevollmächtigte der IG Metall Leer-Papenburg, Evelyn Gerdes, dankte auch den zahlreichen Vertretern aus Politik und Öffentlichkeit, die auf die Enercon-Geschäftsführung zugegangen sind, um diese zu einem Umdenken zu bewegen: „Es liegt jetzt am Unternehmen, allen zu zeigen, dass es zu einem Dialog bereit ist und die Mitbestimmung ihrer Beschäftigten achtet.“

Allein bei VW und Autovision in Emden beteiligten sich innerhalb weniger Tage mehr als 3000 Beschäftigte an der Aktion. Auch aus vielen Enercon-Betrieben und anderen Unternehmen wie Still in Hamburg, der Peene-Werft in Wolgast sowie Powerblades und Areva Wind in Bremerhaven gab es Solidaritätsbekundungen.

:: Medien Information 33 / 2014 (PDF | 26 KiB)