Vorstand der IG Metall macht Weg für unbefristeten Streik frei

Beschäftigte der Schmitz Cargobull Mecklenburg GmbH & Co KG in Toddin wehren sich gegen Schließung des Standortes

(19.06.2017) In der Auseinandersetzung um die geplante Schließung des Standortes will die IG Metall die 120 Beschäftigten des Fahrzeugherstellers SchmitzCargobull in Toddin (Kreis Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern) von morgen, Dienstag, an zu einem unbefristeten Streik aufrufen. Der Vorstand der Gewerkschaft hat dem entsprechenden Antrag des Bezirks Küste heute in Frankfurt am Main zugestimmt.

"Das Unternehmen ist in der Verantwortung für die Beschäftigten, die den Erfolg des Standortes über Jahre ausgemacht haben", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. "Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie Schmitz Cargobull den mit viel Steuergeld aufgebauten Betrieb dicht macht und die Beschäftigten vom Hof jagt."

Nach Ansicht der IG Metall muss es eine Standort- und Beschäftigungssicherung geben; für den Fall von Entlassungen im Rahmen der angekündigten Produktionseinstellung fordert die IG Metall eine soziale Absicherung der Beschäftigten. Da das Unternehmen trotz mehrfacher Aufforderungen und nach mehreren Warnstreiks nicht bereit war, die von der IG Metall angebotenen Verhandlungstermine wahrzunehmen, will die Gewerkschaft den unbefristeten Arbeitskampf starten.

Am Nachmittag kamen die Mitglieder in Toddin zur Urabstimmung zusammen. Rund 97,4 Prozent stimmten für die Durchführung eines Arbeitskampfes. Morgen, am ersten Streiktag, wollen die Beschäftigten dann mit Bussen zur Aufsichtsratssitzung in Horstmar (Nordrhein-Westfalen) fahren, um vor der Konzernzentrale gegen die geplante Schließung des Standortes zu demonstrieren.

Schmitz-Cargobull in Toddin:
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