(07.07.2014) Der Standort und die Beschäftigung der Meyer Werft in Papenburg sollen mit einem verbindlichen Vertrag langfristig gesichert werden. Darauf haben sich Vertreter der IG Metall Küste, des Betriebsrates, der Geschäftsführung und der Niedersächsischen Landesregierung gestern in einem Gespräch bei Wirtschaftsminister Olaf Lies in Hannover geeinigt.
Wir reagieren damit auf die laufenden Verhandlungen über einen Kauf der Werft im finnischen Turku“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbsdrucks aus Südostasien liegt in der stärkeren europäischen Ausrichtung eine Chance für das Unternehmen. Der Kauf darf aber nicht zu Lasten der Beschäftigten und des Standortes in Papenburg gehen.“
„Unsere 3100 Beschäftigen erwarten von dem Tarifvertrag das Signal, dass ihre Arbeitsplätze auf der Meyer Werft auch in Zukunft sicher sind und sie keine Ängste haben müssen“, so der Betriebsratsvorsitzende Thomas Gelder. „Es ist gut, dass auch die Landesregierung verbindliche Zusagen zu Beschäftigung und Standort erwartet.“
Evelyn Gerdes, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Leer-Papenburg: „Uns geht es auch darum, Forschung und Entwicklung als Kernkompetenzen in Papenburg zu sichern. Wir wollen außerdem erreichen, dass Ausbildung und Investitionen im bisherigen Umfang erhalten bleiben. Wenn das gelingt, kann die Neuausrichtung des Unternehmens auch eine Stärkung des Standortes bedeuten.“
:: Medien Information 23 / 2014 (PDF | 26 KiB)