(26.11.2009) Die IG Metall Küste hat die Einigung der Banken und Gesellschafter auf ein Finanzierungskonzept für die Lübecker Autohaus-Gruppe Kittner begrüßt. „Die Proteste der Beschäftigten haben sich gelohnt. Durch den öffentlichen Druck konnte die Insolvenz in letzter Sekunde abgewendet werden“, sagte Jutta Blankau, Bezirksleiterin der IG Metall Küste.
„Die Banken und Gesellschafter haben mit dem Schicksal von 1250 Beschäftigten gepokert. Damit muss jetzt endgültig Schluss sein. Wir brauchen ein Sanierungskonzept, das die Arbeitsplätze an den 30 Standorten in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern langfristig sichert“, so die Gewerkschafterin.
Die IG Metall Küste fordert die Geschäftsführung auf, die Arbeitnehmervertreter bei allen weiteren Entscheidungen frühzeitig mit einzubeziehen. „Wir werden den Betriebsrat bei seinen Aktivitäten zum Erhalt der Arbeitsplätze weiterhin unterstützen“, erklärte Blankau. Einem weiteren Verzicht der Arbeitnehmer erteiltet die Bezirksleiterin eine Absage: „In einem zukunftsfähigen Unternehmen wie der Kittner-Gruppe müssen grundsätzlich die Tarifverträge des Kfz-Handwerks gelten. Über alles andere fordern wir Verhandlungen auf Augenhöhe. Ein Diktat der Banken werden wir auf jeden Fall nicht unterschreiben“, so die Gewerkschafterin. Die Beschäftigten der Kittner-Gruppe haben in einem Sanierungstarifvertrag bereits auf Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Lohnerhöhungen in einer Gesamtsumme von 3,4 Millionen Euro verzichtet.
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