Beschäftigte der Kittner-Gruppe demonstrieren in Kiel

Blankau: „Die Banken dürfen die Beschäftigten nicht hängen lassen“

(25.11.2009) Die IG Metall Küste hat die Beschäftigten der Autohaus-Gruppe Kittner in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern für heute zu Protesten vor dem Wirtschaftsministerium in Kiel aufgerufen. Anlass ist ein Gespräch von Vertretern des Managements, der Banken und der Landesregierung, in dem die Insolvenz des Unternehmens in letzter Minute abgewendet werden soll.

„Die Banken dürfen die Beschäftigten nicht hängen lassen. Die Kollegen und Kolleginnen haben genug Opfer gebracht, jetzt sind die Banken und die Gesellschafter am Zug“, erklärte Jutta Blankau, Bezirksleiterin der IG Metall Küste am Vormittag in Hamburg. Die Beschäftigten der Kittner-Gruppe haben in einem Sanierungstarifvertrag auf Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Lohnerhöhungen verzichtet. Das sind insgesamt 3,4 Millionen Euro. „Jeder Arbeitnehmer hat also im Durchschnitt mehr als 2700 Euro für die Sanierung des Unternehmens gegeben. Die Zukunft der 1.250 Beschäftigten darf jetzt nicht durch den Egoismus einzelner Banker und Manager aufs Spiel gesetzt werden“, so die Gewerkschafterin.

Beginn der Demonstration vor dem Wirtschaftsministerium in Kiel, Düsternbrooker Weg 94, ist um 13.15 Uhr.

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