(12.02.2015) In den Tarifverhandlungen für die 140.000 Beschäftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie gab es heute in der dritten Runde in Hamburg etwas Bewegung. Nach zweieinhalb Stunden wurden die Verhandlungen ohne Ergebnis vertagt. Sie werden am 26.2.15 in Hamburg fortgesetzt. Bis dahin wollen IG Metall Küste und Nordmetall über das Thema Bildungsteilzeit in einer Arbeitsgruppe beraten.
„Nordmetall kommt nur mit Druck vom Fleck: Sie bleiben bei ihrem mageren Angebot von 2,2 Prozent und auch bei den inhaltlichen Forderungen tut sich noch viel zu wenig“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Die Warnstreiks zeigen aber erste Wirkung: Heute waren erstmals konstruktive Verhandlungen über die Bildungsteilzeit mit den Arbeitgebern möglich.“
Die Verhandlungen waren begleitet von einem ganztägigen Warnstreik, an dem sich in der Region Hamburg über 16.000 Beschäftigte aus 40 Unternehmen beteiligten. In einem Sternmarsch zogen am Vormittag 5.000 Metaller zu der zentralen Kundgebung auf dem Spielbudenplatz. Insgesamt waren im IG Metall Bezirk Küste bereits 40.000 Beschäftigte aus 150 Betrieben im Warnstreik.
Über das weitere Vorgehen und über weitere Warnstreiks wird die Große Tarifkommission der IG Metall Küste am Montag, 16. Februar, in Hamburg beraten.
Die IG Metall Küste verhandelt für die 140.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordwestniedersachsen und Schleswig-Holstein. Sie fordert 5,5 Prozent mehr Geld für alle Beschäftigten, mehr Zeit und Geld für Weiterbildung sowie Verbesserungen bei der Altersteilzeit.