(06.11.2007) Das Kfz-Gewerbe klagt über Probleme beim Verkauf von Fahrzeugen und eine nur mangelhafte Auslastung der Werkstätten. Obwohl für das kommende Jahr mit einer leichten Verbesserung gerechnet wird, glaubt niemand, dass »die guten alten Zeiten« zurückkehren.
Dies bestätigt der sonst gern von den Arbeitgebern zitierte Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer (siehe Interview auf Seite 2). Trotzdem wollen die Arbeitgeber die Arbeitszeit verlängern. Das ist nicht nur ein Angriff auf die Einkommen der Beschäftigten, sondern verschärft die bereits bestehenden Beschäftigungsprobleme dramatisch. Denn jede Arbeitszeitverlängerung führt zwangsläufig zur Vernichtung von Arbeitsplätzen, wenn nicht im gleichen Umfang dauerhaft zusätzliche Aufträge in den Betrieb kommen.
Wie viele Kolleginnen und Kollegen in den jeweiligen Betrieben ihre Arbeit verlieren würden, kann jede/r selbst auf dem hier abgedruckten Formular ausrechnen.
Außerdem würde die von den Arbeitgebern geforderte Arbeitszeitverlängerung die Beschäftigten viel Geld kosten. Wenn zum Beispiel im Hamburger Kfz-Gewerbe vier Stunden pro Woche unbezahlt gearbeitet würde, entgeht einem Gesellen in Lohngruppe III ein Verdienst in Höhe von 3.421,88 Euro. Ein Angestellter in Gehaltsgruppe IV würde sogar 3.964,29 Euro seines Einkommens verlieren.