(01.09.2017) Die IG Metall Küste kritisiert die Ankündigung von ThyssenKrupp Marine Systems, den Standort Emden zu schließen und hunderte Arbeitsplätze zu streichen.
"ThyssenKrupp will sich acht Jahre nach dem Verkauf der Nordseewerke und dem Aus für den Schiffbau jetzt ganz aus Emden verabschieden. Das werden wir nicht ohne Widerstand hinnehmen", erklärte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. "Nur die Kosten zu drücken und Menschen vor die Tür zu setzen, mag bei den Aktionären gut angekommen. Für uns das kein tragfähiges Konzept. Mit den Mitarbeitern geht wichtiges Know-how verloren, dass das Unternehmen für neue Aufträge im Marineschiffbau braucht."
Die IG Metall Küste fordert von dem Unternehmen ein Zukunftskonzept, bei dem die Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten im Vordergrund steht. "Bei den Plänen geht es nicht nur um die Schließung des Standortes Emden. Wenn im Konzernbereich Industrial Solutions jede zehnte Stelle wegfallen sollen, müssen wir uns auch in Hamburg und Kiel auf die Auswirkungen einstellen", so Geiken. "Wir brauchen deshalb ein Gesamtkonzept, bei dem die Standorte und Beschäftigten nicht gegeneinander ausgespielt werden. In enger Abstimmung mit den Betriebsräten werden wir uns auf die Auseinandersetzung vorbereiten", sagt der Gewerkschafter.