(05.09.2017) Der Standort Toddin der Schmitz Cargobull AG soll zunächst bis Ende 2020 erhalten bleiben und als Kompetenzstandort für LKW-Aufbauten weiterhin eine zentrale Rolle im Konzern spielen. Dafür notwendige Strukturanpassungen sollen möglichst im Konsens mit dem Betriebsrat durchgeführt werden. Darauf einigten sich die IG Metall Küste und der Vorstand der Schmitz Cargobull AG in einer Vereinbarung, die heute den Gewerkschaftsmitgliedern in Toddin vorgestellt wurde.
„Auch wenn es Einschnitte geben wird, die von vielen sicher geglaubte Schließung des Standortes ist vom Tisch. Das haben die Beschäftigten in Toddin mit ihrem Arbeitskampf erreicht“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Die Verhandlungen mit dem Vorstand sind sehr konstruktiv verlaufen und dabei ist deutlich geworden, dass das Unternehmen seiner sozialen Verantwortung gerecht wird.“
„Wir haben nicht nur den Standort gesichert, das Unternehmen hat auch für die Zukunft wichtige Investitionen zugesagt“, erklärte Stefan Schad, Geschäftsführer der IG Metall Rostock und Schwerin. „Der Arbeitskampf hat gezeigt: Gemeinsam mit den Beschäftigten können wir viel erreichen. Das ist ein starkes Signal für die Region“, so der Gewerkschafter.
Das Verhandlungsergebnis sieht außerdem erweiterte Rechte für den Betriebsrat vor. Er kann sich bei der Erstellung des Wirtschaftsplans einbringen, der im November dem Aufsichtsrat vorgelegt werden soll. Außerdem müssen die Arbeitnehmervertreter zustimmen, sollte es im Zuge der Neuausrichtung betriebsbedingte Kündigungen geben. Als gemeinsames Ziel ist die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit festgeschrieben worden.
Die Tarifkommission nahm das Verhandlungsergebnis einstimmig an und die IG Metall-Mitglieder im Betrieb stimmten in einer Urabstimmung mit großer Mehrheit für die endgültige Beendigung des Streiks.