IG Metall Küste kritisiert Vorgehen der Lloyd-Werft in Bremerhaven

Geiken: "Würdelos gegenüber den Beschäftigten"

(21.09.2012) Die IG Metall Küste hat die Lloyd-Werft in Bremerhaven scharf kritisiert: „Die unverhohlene Drohung mit Kündigungen, die geplanten Einschnitte bei der Bezahlung und die angekündigte Tarifflucht sind vollkommen inakzeptabel. Das Vorgehen der Geschäftsführung ist den Beschäftigten gegenüber würdelos“, erklärte Bezirksleiter Meinhard Geiken.

Den Arbeitnehmern, die sich heute zu einer Protestkundgebung in Bremerhaven versammelt hatten, sagte der die Unterstützung der IG Metall zu: „Gemeinsam werden wir weiterhin für den Erhalt der Arbeitsplätze im Schiffbau kämpfen.“

Geiken warnte vor falschen Rückschlüssen auf die gesamte Branche: „Der Schiffbau ist keine notleidende Branche, die sich mit Billiglöhnen über Wasser halten kann“, so der Bezirksleiter. „Wenn Unternehmen wie die Lloyd-Werft auf Lohndumping und Tarifflucht setzen, werden sie im internationalen Wettbewerb keine Chance haben und auf den massiven Widerstand der Beschäftigten stoßen.“

Nach Ansicht der Gewerkschaft müssen sich die deutschen Werften mit Innovationen, Forschung und Entwicklung, sowie Qualifizierung, Kooperationen und einer intelligenten Arbeitsorganisation behaupten. „Wem nichts anderes einfällt, als die Beschäftigten zu bedrohen und die Löhne zu drücken, ist diesen Herausforderungen nicht gewachsen und wird auf dem hart umkämpften Markt scheitern“, sagte Geiken.