(08.03.2013) Die IG Metall Küste hat vor einer zunehmenden Altersarmut von Frauen gewarnt. „Teilzeit- und Minijobs sowie Unterbrechungen zur Betreuung von Kindern oder Pflege von Angehörigen führen dazu, dass viele Frauen statt ausreichender Renten nur Almosen bekommen“, sagte Tarifsekretärin Stephanie Schmoliner von der IG Metall Küste auf einer Veranstaltung der Stadt Kiel zum Internationalen Frauentag. Wer etwa 45 Jahre auf 400-Euro-Basis arbeite, erhalte später gerade einmal 140 Euro im Monat Rente und sei deshalb im Alter auf zusätzliche Sozialleistungen angewiesen.
Schmoliner forderte einen Kurswechsel von der Politik: „Wir brauchen gute Arbeit, damit auch Frauen gut in Rente gehen können.“ In Bereichen, wo es keine Tarifverträge gebe, seien gesetzliche Mindestlöhne nötig. Außerdem sei es nicht hinnehmbar, dass Frauen in Deutschland im Durchschnitt 22 Prozent weniger verdienen als Männer. „Wir Frauen wollen den gleichen Lohn für gleiche Arbeit“, so die Gewerkschafterin.
Die IG Metall Küste beteiligt sich mit zahlreichen Aktionen am heutigen Internationalen Frauentag. Ein Thema ist die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie: „Wir machen mit. Mehr Prozente. Gleiches Geld“, heißt es auf Postkarten, die in zahlreichen Betrieben verteilt werden.
:: Medien Information 13 / 2013 (PDF | 25 KiB)