Montag fünfte Verhandlungsrunde in Hamburg

IG Metall droht mit Warnstreiks bei RePower

(28.09.2012) Vor Beginn der fünften Tarifverhandlung für die Beschäftigten des Windkraftanlagenherstellers REpower erhöht die IG Metall den Druck: „Wenn wir in den Verhandlungen am Montag nicht weiter kommen, werden wir kurzfristig zu Aktionen und Warnstreiks aufrufen. Die Tarifkommission hat den Weg dafür bereits frei gemacht“, sagte Tarifsekretärin Stephanie Schmoliner, die die Verhandlungen für die Bezirke Berlin-Brandenburg-Sachsen und Küste führt.

Die Gewerkschafterin forderte das Unternehmen auf, die Beschäftigten nicht länger hinzuhalten: „Sie erwarten eine gerechte und transparente Bezahlung nach Tarif. Ihre Geduld neigt sich langsam dem Ende. Wir müssen deshalb endlich den Durchbruch schaffen“, erklärte Schmoliner.

Die IG Metall ist für eine stufenweise Anerkennung der Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie sowie einen Tarifvertrag für die Rufbereitschaft der Servicetechniker angetreten. Das Unternehmen lehnt dies bislang ab und verlangt eine „kostenneutrale“ Lösung. „REpower muss jedoch klar sein, dass es einen Tarifvertrag und die damit verbundene Eingruppierung der Beschäftigten nicht zum Nulltarif geben wird“, so die Tarifsekretärin.

Betroffen sind rund 1900 Beschäftigte der REpower Systems SE in Bremerhaven, Osterröhnfeld, Husum und Trampe/Eberswalde, der Repower GmbH mit diversen Niederlassungen sowie von Powerblades in Bremerhaven.

:: Medien Information 52 / 2012 (PDF | 26 KiB)