(06.02.2014) Die IG Metall Küste erwartet von der Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern klare Signale für die Zukunft der Volkswerft in Stralsund.
„Die Äußerungen in der vergangenen Woche im Landtag haben für erhebliche Irritationen bei den Beschäftigten gesorgt. Es ist deshalb gut, dass sich Ministerpräsident Erwin Sellering und Wirtschaftsminister Harry Glawe heute in der Mitarbeiterversammlung deutlich zum Standort Stralsund bekannt haben“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Angesichts der schwierigen Lage für die Beschäftigten und der Bedeutung der Werft für die Region muss die Rettung der Volkswerft absolute Chefsache sein. Wir brauchen ein industriepolitisches Konzept, das den maritimen Standort und möglichst viele Arbeitsplätze sichert.“
„Eine Filetierung des Geländes darf es nicht geben: Der Standort ist nur als Ganzes für einen Investor aus dem maritimen Bereich interessant“, sagte Guido Fröschke, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Stralsund-Neubrandenburg. „Alle Interessenten müssen ernst genommen und alle Angebote eingehend geprüft werden.“
„Die Beschäftigten haben kein Verständnis dafür, dass auf ihrem Rücken parteipolitischer Streit im Landtag ausgetragen wird“, sagte Jürgen Kräplin, Mitarbeitervertreter der Volkswerft. „Im Interesse der Kolleginnen und Kollegen brauchen wir keine Konfrontation sondern Kooperation. Alle müssen an einem Strang ziehen, um die Zukunft des Standortes und der Arbeitsplätze zu sichern.“
Die Arbeitnehmervertreter kritisierten erneut das Werftenfördergesetz: „Das komplizierte Genehmigungsverfahren und die Deckelung des Bürgschaftsrahmens erschweren die Suche nach neuen Investoren. Die Landesregierung muss flexibel auf die Anforderungen im Großanlagenbau reagieren können“, sagte IG Metall-Bezirksleiter Geiken.
:: Medien Information 6 / 2014 (PDF | 26 KiB)