Bezirksleiter Friedrich: "Mit einem gemeinsamen Kraftakt müssen wir den Schiffbau durch die Corona-Krise bringen"

IG Metall Küste begrüßt Appell der Nord-Wirtschaftsminister zum Erhalt des Schiffbaus

(13.05.2020) Die IG Metall Küste hat den Appell der norddeutschen Wirtschaftsminister und -senatoren für den Erhalt des Schiffbaus in Deutschland begrüßt, der auch unter Beteiligung der Gewerkschaft entstanden ist. "Mit einem gemeinsamen Kraftakt müssen wir den Schiffbau durch die Corona-Krise bringen", sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter IG Metall Küste. "Es geht um die Sicherung der Substanz im deutschen Schiffbau. Finanzierungen müssen geklärt sowie die Arbeitsplätze und Standorte mit zusätzli-chen Aufträgen gehalten werden."

In dem Appell wird betont, dass mit der staatlichen Unterstützung das Ziel verbunden sei, die Werften und maritimen Zulieferer mit ihren zehntausenden Arbeitsplätzen als industrielle Kerne in der gesamten Wertschöpfungskette in Deutschland zu erhalten. Voraussetzung für die Förderung sei ein Zukunftskonzept, das auf die Sicherung von Beschäftigung und Standorten setzt. "Als IG Metall erwarten wir zudem klare Bedingungen für eine staatliche Unterstützung. Wer diese bekommt, darf nicht entlassen und muss sich an Tarife halten. Zudem brauchen wir mehr Transparenz durch mitbestimmte Aufsichtsräte", erklärte Bezirksleiter Friedrich.

Die Gewerkschaft teilt die Positionierung der Wirtschaftsminister und -senatoren zur Kurzarbeit: "In dem Appell heißt es zu Recht, dass diese auf die Sicherung von Beschäftigung und Knowhow in der deutschen Schiffbauindustrie abzielt. Auch für uns ist klar, dass es während der Bezugsdauer keine betriebsbedingten Kündigungen geben kann und entsprechende verbindliche Vereinbarungen mit den Sozialpartnern geschlossen werden sollten", so IG Metall-Bezirksleiter Friedrich. "Die bestehenden Regelungen reichen jedoch nicht aus. Wir werden über lange Strecken Kurzarbeit haben und brauchen deshalb eine Verlängerung durch den Gesetzgeber. Dafür setzen wir weiter auf die Unterstützung der norddeutschen Landesregierungen."