(13.09.2010) Die Bezirksleiterin der IG Metall Küste, Jutta Blankau, hat mit Bestürzung auf die heute angekündigte Schließung der Großwäscherei Berendsen in Glückstadt reagiert. „Die Vernichtung der 120 Arbeitsplätze in dem Traditionsbetrieb geht maßgeblich auf die falsche Vergabepolitik der Landesregierung zurück“, kritisierte die Gewerkschafterin.
Das Land sei von einem Privatisierungswahn befallen und habe deshalb die Vergabe eines Großauftrags der Unikliniken in Kiel und Lübeck an einen Billig- und Dumpinganbieter mit einem Gefälligkeitstarifvertrag nicht gestoppt. Blankau forderte deshalb die Einführung eines Tariftreuegesetzes in Schleswig-Holstein, mit dem bei öffentlichen Aufträgen ein Unterbietungswettbewerb zu Lasten der Beschäftigten verhindert werden könne.
Die Bezirksleiterin lobte die Mitarbeiter von Berendsen für ihren Einsatz in den vergangenen Monaten: „Die Kolleginnen und Kollegen haben unermüdlich gekämpft und mit vielen spektakulären Aktionen auf ihre Situation aufmerksam gemacht“, erklärte Blankau. Dadurch sei es ihnen letztlich auch gelungen, einen Sozialtarifvertrag durchzusetzen, der ihnen für bis zu zwölf Monate den Übergang in eine Transfergesellschaft sichert und sie zunächst vor der Arbeitslosigkeit schützt.
:: Medien-Information 44/2010 (PDF | 21 KiB)