(06.03.2015) Die IG Metall Küste begrüßt die heute vom Deutschen Bundestag beschlossene Einführung einer Frauenquote in Führungspositionen. „Wir wollen mehr Frauen an der Spitze von Unternehmen – das ist das gute Signal, das pünktlich zum Internationalen Frauentag vom Bundestag ausgeht“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. Das Gesetz helfe Frauen, in Schlüsselpositionen zu kommen. „Der Druck der Quote ist nötig, weil sich auf freiwilliger Basis in den Unternehmen zu wenig getan hat“, so Geiken weiter.
Während der Frauenanteil in den Vorständen der 160 in den deutschen Aktienindizes notierten Unternehmen stagniert, sieht es bei den Aufsichtsräten dank der Arbeitnehmervertreterinnen besser aus: Unter den Vertretern der Beschäftigten in den Aufsichtsräten sind 25,2 Prozent Frauen, bei den Vertretern der Anteilseigner sind es knapp 14,7 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung.
„Als IG Metall haben wir uns die Frauenförderung auf die Fahnen geschrieben. Statt sich über das Gesetz zu beklagen, erwarten wir das auch von den Arbeitgebervertretern“, erklärte IG Metall-Bezirksleiter Geiken. „Auch die Wirtschaft braucht Vielfalt und muss sich für Frauen öffnen, um den Erfolg der Unternehmen langfristig zu sichern.“
In den Verwaltungsstellen der IG Metall im Bezirk Küste gibt es zahlreiche Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag. Außerdem ist die neue Ausgabe der „metallerin“, der Zeitung von Frauen für Frauen, erschienen, die mit speziellen Regionalausgaben in vielen Betrieben verteilt wird.