(21.09.2012) Die IG Metall Küste hat die Entscheidung des Bundesrates für eine verbindliche Frauenquote in Vorständen und Aufsichtsräten begrüßt. „Wenn mehr Frauen an der Spitze der Unternehmen vertreten sind, werden sich diese auch insgesamt mehr für Frauen öffnen“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste.
Es sei erfreulich, dass der Gesetzentwurf aus Hamburg im Bundesrat von einem breiten Bündnis getragen wurde. Das lasse auch für die anstehende Entscheidung im Bundestag hoffen.
Der Gewerkschafter kritisierte, dass sich Mecklenburg-Vorpommern bei der Abstimmung enthalten hat: „Wer sich die Frauenförderung auf die Fahnen geschrieben hat, muss auch danach handeln und darf es nicht bei Lippenbekenntnissen belassen“, so Geiken.
Die IG Metall hatte bereits 2010 eine verbindliche Quote von 30 Prozent für Fach- und Führungspositionen in der Gewerkschaft beschlossen. Ziel ist zudem, den Anteil von Frauen an Aufsichtsratsmitgliedern auf der Arbeitnehmerseite deutlich zu steigern. Bei den in 2011 und 2012 neu benannten Aufsichtsratsmitgliedern ist dieser bereits auf deutlich über 30 Prozent gestiegen.