(05.02.2009) Die IG Metall Küste hat vor den Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Schiffbauindustrie gewarnt. „Wichtig ist jetzt, dass die Aufträge gesichert werden und neue Auftrage reinkommen“, sagte Heino Bade, Schiffbauexperte der Gewerkschaft, im Wirtschaftsausschuss des Schweriner Landtags. Die Banken seien in der Pflicht. „Es kann nicht sein, dass sich diese auf Kosten der Steuerzahler sanieren, aber für risikoarme Geschäfte wie die Schiffbaufinanzierung kein Geld mehr da ist“, erklärte Bade in der öffentlichen Anhörung zum Konzept „Zukunftsperspektiven der maritimen Industrie in Mecklenburg-Vorpommern“.
Von den Unternehmen fordert die IG Metall Küste stärkere Anstrengungen in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovation. In vielen Betrieben werde zu wenig über neue Produkte und Prozesse nachgedacht, sagte Bade. „Gerade im Zuge der aktuellen Wirtschaftskrise müssen die Werften Zeiten der Unterbeschäftigung für Qualifizierung und Innovation nutzen, d.h. qualifizieren statt entlassen und umweltgerechte Produktinnovation statt Massenware von der Stange“, so der Schiffbauexperte.
Daher fordere die IG Metall:
Die Verdopplung des Förderrahmens und des Fördervolumens der Innovationsbeihilfen auf 40 Prozent.
Die Innovationsbeihilfen müssen auftragsunabhängig gewährleistet werden.
Verzicht auf die Rückzahlbarkeit.