(25.03.2011) Heute ist Equal Pay Day, der Tag, bis zu dem Frauen arbeiten müssen, um rechnerisch den gleichen Vorjahresverdienst wie Männer zu erreichen. Ein bundesweites Aktionsbündnis aus Gewerkschaften, Wirtschaftsverbänden und Frauenorganisationen nimmt diesen Tag zum Anlass, um sich für den Abbau von Lohnunterschieden zwischen Frauen und Männern einzusetzen.
„Dass Frauen nach wie vor durchschnittlich 23 Prozent weniger verdienen als Männer, ist inzwischen weitgehend bekannt. Doch statt mit ge-setzlichen Regelungen gegenzusteuern, beschränkt sich die Bundesregierung auf weitgehend wirkungslose Appelle an die Wirtschaft“, kritisiert Stephanie Schmoliner, Bezirkssekretärin der IG Metall Küste. So lasse sich das erklärte Ziel, die Einkommensunterschiede bis 2020 auf 10 Prozent zu reduzieren, nicht erreich en.
Die IG Metall fordert eine Entgeltgleichheit und eine geschlechtergerechte Arbeitsbewertung. „Die Diskriminierung der Frauen bei der Bezahlung muss endlich aufhören. Es ist unerträglich, dass sich daran in Deutschland nichts ändert“, sagte Schmoliner. Wichtig sei auch die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. „Frauen würden davon besonders profitieren, weil sie 70 Prozent aller Niedriglohnbeschäftigten stellen“, so die Gewerkschafterin.
In diesem Jahr steht der „Equal Pay Day“ unter dem Motto „Mannsbilder? – Weibsbilder? – Neue Bilder!“ und zielt auf den Abbau von Rollenstereotypen, die mitverantwortlich für die unterschiedliche Entgeltsituation bei Männern und Frauen sind.
:: Medien-Information 13 / 2011 (PDF | 17 KiB)