(26.03.2008) Die IG Metall Küste fordert für die rund 120 000 Beschäftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie eine Nachfolgeregelung zur tariflichen Altersteilzeit.
Die Große Tarifkommission der Gewerkschaft beschloss am 11. März die Kündigung des Tarifvertrags Altersteilzeit zum
30. April 2008.
Eine neue Vereinbarung ist nötig, weil die Förderung der Altersteilzeit nach dem Altersteilzeitgesetz zum 31. Dezember 2009 endet. Danach ist es nicht mehr möglich, mit den bisherigen Tarifregelungen neue Altersteilzeitverträge abzuschließen, da die bisherigen Tarifverträge der IG Metall an die gesetzliche Förderung gekoppelt sind.
Allerdings: Tarifpolitische Lösungen für einen flexiblen Renteneinstieg brauchen weiterhin staatliche Förderungen. Deshalb müssen auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen stimmen.
»Wir müssen jetzt den Grundstein dafür legen, dass auch künftig Ältere zu akzeptablen Bedingungen vorzeitig aus dem Arbeitsleben ausscheiden können und junge Menschen eine Perspektive für einen Einstieg ins Erwerbsleben erhalten«, begründet Bezirksleiterin Jutta Blankau die Entscheidung der Großen Tarifkommission.
An der Küste sind für Anfang Mai 2008 erste Verhandlungen geplant. Die IG Metall strebt eine Einigung der Tarifparteien bis Ende Juni 2008 an.
Der Zeitplan:
Der Tarifvertrag Altersteilzeit wird zum 30. April 2008 gekündigt.
Am 18. April wird es erste Gespräche zwischen der IG Metall und dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall auf zentraler Ebene geben. Im Anschluss werden die Verhandlungen auf regionaler Ebene weiter geführt.
An der Küste werden die Tarifparteien erstmals Anfang Mai zusammen kommen. Weitere Verhandlungen folgen.
Ziel ist es, bis Ende Juni einen neuen Tarifvertrag Altersteilzeit zu haben.
Die Friedenspflicht endet Anfang Juni 2008.
:: Metallnachrichten zur Altersteilzeit (PDF | 387 KiB)