Geiken: „Kein Argument mehr, mit zweierlei Maß zu messen“

IG Metall Küste startet Aktionen zur Angleichung der Arbeitszeiten in MV

(05.05.2019) In der Auseinandersetzung um die Angleichung der Arbeitszeiten im Osten startet die IG Metall Küste ab Montag (6.5.) mit einer Aktionswoche in Mecklenburg-Vorpommern.

"Fast 30 Jahre nach der Deutschen Einheit gibt es kein Argument mehr, in der Metall- und Elektroindustrie mit zweierlei Maß zu messen", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. "In den laufenden Gesprächen mit den Arbeitgebern haben wir bereits einen Vorschlag zur Umsetzung der 35-Stunden-Woche im Osten gemacht. Wir wollen eine Lösung für alle im Flächentarifvertrag und lehnen den Vorstoß der Arbeitgeber ab, die Entscheidung auf die betriebliche Ebene zu verlagern."


Unter dem Motto "Gerecht jetzt" sind in Mecklenburg-Vorpommern Aktionen vor den Betrieben geplant. Die Beschäftigten sollen auf großen Karten für eine Angleichung der Arbeitszeiten von 38 auf 35 Stunden in der Woche unterschreiben. Mit Transparenten und auf Betriebsversammlungen wird ebenfalls für gleiche Arbeitszeiten in Ost und West geworben.

Aktionswoche Gerecht jetzt!

Im Tarifabschluss für die Metall- und Elektroindustrie im Februar 2018 hatten sich Arbeitgeber und IG Metall verpflichtet, Gespräche über eine Verbesserung der Arbeitszeiten in Mecklenburg-Vorpommern zu führen. Diese werden zentral für alle ostdeutschen Tarifgebiete geführt. In der dritten Runde am Freitag in Magdeburg gab es keinen Durchbruch. Am 16. Mai ist eine gemeinsame Sitzung aller Tarifkommissionen der ostdeutschen Tarifgebiete in Berlin geplant. Am 21. Mai folgt dann ebenfalls in Berlin ein weiteres Gespräch mit den Arbeitgeberverbänden.