(18.04.2019) Die IG Metall Küste hat die Einigung auf einen Massekredit für den Windanlagenhersteller Senvion begrüßt. "Auf diese Entscheidung haben wir gewartet. Sie sorgt hoffentlich für etwas Erleichterung bei den 1800 Beschäftigten in Deutschland, die von der vorläufigen Insolvenz des Unternehmens betroffen sind", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. "Mit dem Kredit über 100 Millionen Euro kann der Weiterbetrieb vorerst gesichert werden. Das Unternehmen hat dadurch eine Chance, in den nächsten Monaten gemeinsam mit allen Beteiligten eine Perspektive zu entwickeln", so der Gewerkschafter.
Gemeinsames Ziel von Gewerkschaft und Betriebsräten ist die Sicherung aller Standorte und aller Arbeits- und Ausbildungsplätze. Die Arbeitnehmervertreter machen sich für den Erhalt des Unternehmens als Ganzes stark. Bei der Suche nach neuen Investoren geht es ihnen um ein langfristiges und industrielles Konzept für das Unternehmen. "Wir wollen von möglichen Interessenten wissen, welche Perspektive sie den Beschäftigten bieten", erklärte Bezirksleiter Geiken. "Wir haben kein Verständnis dafür, dass bereits jetzt über Stellenstreichungen spekuliert wird. Das sorgt für unnötige Verunsicherung bei den Beschäftigten."
Der Windanlagenhersteller Senvion hatte Anfang vergangener Woche für die beiden deutschen Gesellschaften Senvion GmbH und Senvion Deutschland GmbH Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt.