(12.04.2011) Die IG Metall Küste unterstützt die Anti-Atom-Demonstrationen am Ostermontag, 25. April, vor den norddeutschen Atomkraftwerken und ruft zur Teilnahme an den Kundgebungen auf.
„Nach der Atomkatastrophe in Fukushima/Japan ist endgültig klar: Die Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel müssen abgeschaltet bleiben“, erklärte Uwe Zabel, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Unterelbe, der die Aktivitäten für die IG Metall Küste koordiniert. Beide Reaktoren seien aufgrund ihrer Bauweise und ihres Alters besonders störanfällig. Auch das AKW Brokdorf müsse vom Netz, weil dort schwere Unfälle nicht aus-zuschließen seien und täglich weiterer Atommüll produziert werde.
„Die Stilllegung vorhandener Atomkraftwerke darf nicht auf dem Rücken der betroffenen Beschäftigten umgesetzt werden“, heißt es in dem Aufruf zu den Demonstrationen. Außerdem müssten auch in den Betrieben der erneuerbaren Energien Tarifverträge auf Branchenniveau und Mitbestimmung gesichert werden.
Gemeinsam mit BUND, Robin Wood und dem Bundesverband Erneuerbare Energie wendet sich die IG Metall mit Schwerpunkt an der Küste in einem gesonderten Aufruf erstmals direkt an die Beschäftigten und Unternehmen der erneuerbaren Energien: „In keinem AKW kann eine Kernschmelze mit verheerenden Folgen ausgeschlossen werden. Gegen diejenigen, die immer noch an der Atomenergie als „Brücke“ festhalten wollen, müssen wir jetzt aufstehen. Weg mit der Risikotechnologie Atomkraft – hin zu erneuerbaren Energien, Energiesparen und Energieeffizienz!“, heißt es in dem gemeinsamen Aufruf.
Die Aktionen am Ostermontag, 25. April, dem 25. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl, beginnen um fünf vor zwölf Uhr mit Kundgebungen in Brunsbüttel und Krümmel. Für die IG Metall wird in Brunsbüttel der Zweite Vorsitzende, Detlef Wetzel, und in Krümmel das geschäftsführende Vorstandsmitglied, Helga Schwitzer, sprechen.
:: Medien-Information 15/2011 (PDF | 26 KiB)
:: Aufruf auch für Beschäftigte erneuerbarer Energien (PDF | 295 KB)