(01.06.2021) Die Arbeitgeber sehen keinen Spielraum für Entgelterhöhungen: Die erste Verhandlungsrunde im Kfz-Handwerk Schleswig-Holstein endete ohne Ergebnis.
Am 27. Mai 2021 fand in Kiel die erste Verhandlungsrunde für das Kfz-Handwerk Schleswig-Holstein statt.
Die IG Metall begründet ausführlich ihre Forderung von 4% mehr Entgelt für 12 Monate, eine ordentliche Erhöhung der Ausbildungsvergütung sowie die Aufnahme von Gesprächen über die Einführung einer tariflichen Aufstockung zum Kurzarbeitergeld.
Das Kfz-Handwerk ist durch den starken Einsatz der Beschäftigten viel besser durch die Krise gekommen, als der Rest der Wirtschaft. Die Aussichten für das Jahr 2021 sehen gut aus - die Wirtschaftsweisen prognostizieren ein Wirtschaftswachstum von 3% bis 4%!
Trotz dieser guten wirtschaftlichen Zahlen, will die Arbeitgeberseite die Corona-Pandemie für sich ausnutzen.
- Der Strukturwandel im Kfz-Gewerbe - Stichwort Elektromobilität - würde zu hohen Investitionskosten führen, genauso wie die Kosten für die Digitalisierung.
- Sie loben ausdrücklich den überdurchschnittlichen Einsatz der Beschäftigten in der Corona-Pandemie, sehen aber keinen Spielraum für Tariferhöhungen, deshalb gibt es auch kein Angebot der Arbeitgeberseite.
Das ist eine Provokation!
Bei einer voraussichtlichen Preissteigerungsrate im Jahr 2021 von über 2% bedeutet dieses ein Griff ins Portmonee der Beschäftigten.
Das können wir uns nicht bieten lassen!
Die Leistung aller Beschäftigten während der Corona-Pandemie muss honoriert werden. Lohn-verzicht ist nicht die richtige Antwort.
Jetzt werden unsere Argumente Beine bekommen müssen.
Unsere Tarifkommissionsmitglieder werden jetzt Warnstreiks in den Betrieben aktiv vorbereiten!
Weitere Informationen erfolgen zeitnah.
:: Tarifinfo Nr. 2 Kfz-Handwerk Schleswig-Holstein: Wertschätzung sieht anders aus! (PDF | 2936 KiB)