(03.06.2019) Mit bundesweiten Aktionstagen erhöht die IG Metall den Druck in der Tarifauseinandersetzung im Kfz-Handwerk. In Mecklenburg-Vorpommern sind am Dienstag (4.6.) mehrere hunderte Beschäftigte aus Betrieben in Rostock und Schwerin zu Warnstreiks aufgerufen. In Hamburg und Schleswig-Holstein gibt es von Montag bis Mittwoch betriebliche Aktionen, unter anderem kurze Kundgebungen und andere Informationsveranstaltungen.
"In Mecklenburg-Vorpommern wollen wir eine Angleichung der Tariflöhne an das Niveau im Westen durchsetzen", sagte Friedhelm Ahrens, Tarifsekretär der IG Metall Küste. "Fast 30 Jahre nach dem Fall der Mauer wird es Zeit für gerechte und gleiche Arbeitsbedingungen in Ost und West."
In Hamburg und Schleswig-Holstein fordert die IG Metall für die Beschäftigten im Kfz-Handwerk fünf Prozent mehr Geld für 12 Monate. Die Vergütungen von Auszubildenden sollen überproportional angehoben werden.
"Den Autohäusern und Kfz-Betrieben geht es wirtschaftlich gut", sagte Tarifsekretär Ahrens. „Mit einem ordentlichen Tarifabschluss kann die Branche zeigen, dass sie attraktiv für Fachkräfte ist. Damit sich die Auseinandersetzung nicht weiter zuspitzt, müssen die Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde abschlussfähige Angebote vorlegen."
Die nächsten Verhandlungen sind am 13. Juni in Mecklenburg-Vorpommern, am 17. Juni in Schleswig-Holstein und am 24. Juni in Hamburg.
Die Tarifverträge im Kfz-Handwerk gelten für insgesamt 6.000 Beschäftigte, davon 3.500 in Hamburg, 2.000 in Schleswig-Holstein und rund 500 in Mecklenburg-Vorpommern.