IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld

Kfz-Tarifrunde: IG Metall ruft für morgen, Donnerstag, zum Warnstreik in Hamburg auf

(21.06.2017) Mit einem Warnstreik in Hamburg macht die IG Metall Druck in den Tarifverhandlungen im Kfz-Handwerk. "Die erste Verhandlungsrunde in Hamburg hat klar gezeigt: Von sich aus bewegen sich die Arbeitgeber nicht. Jetzt müssen wir sie treiben", sagt Stefanie Hampe, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Region Hamburg. Auch in Norderstedt gehen die Beschäftigten in den Warnstreik. Zu den Aktionen werden in beiden Städten mehrere hundert Beschäftigte erwartet.

Der Warnstreik in Hamburg startet morgen, Donnerstag, um 8 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am Offakamp vor der BMW-Niederlassung. Anschließend findet ein gemeinsamer Demonstrationszug zu den beteiligten Betrieben im Bereich Offakamp/Nedderfeld statt. Die Beschäftigten versammeln sich vor den Kfz-Betrieben Renault, Dello, Peugeot und BMW. Auch beim Vertriebszentrum Nord der Original Teile Logistik GmbH (OTLG) in Norderstedt gehen die Beschäftigten in den Warnstreik.

Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld für die Beschäftigten im Kfz-Handwerk und eine überproportionale Anhebung der Ausbildungsvergütung. Die erste Verhandlung in Hamburg am 8. Juni brachte kein Ergebnis. Auch in den anderen Tarifgebieten an der Küste, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, gab es bisher keine Annäherung. Die Tarifverträge im Kfz-Handwerk gelten für insgesamt 6.000 Beschäftigte, davon 3.500 in Hamburg, 2.000 in Schleswig-Holstein und rund 500 in Mecklenburg-Vorpommern.