Verhandlungen von TKMS mit Abu Dhabi MAR gescheitert

Klare Aussagen zur Sicherung der Werften gefordert

(01.07.2011) Die IG Metall Küste hat das Scheitern der Verhandlungen zwischen ThyssenKrupp Marine Systems und Abu Dhabi MAR über einen Verkauf der Blohm + Voss-Betriebe kritisiert. „Nach fast zweijährigen Verhandlungen ist der Verkauf geplatzt. Das ist ein herber Rückschlag, der für weitere Verunsicherung bei den Beschäftigten sorgt“, erklärte der Schiffbau-Experte der IG Metall Küste, Heino Bade, der auch stellvertretender Auf-sichtsratsvorsitzende von TKMS ist.

Betriebsräte und IG Metall sehen nun das Unternehmen in der Verantwortung und in der Verpflichtung, Standorte und Beschäftigung langfristig zu sichern. „Wir brauchen schnell eine Lösung für den militärischen Überwasserbereich und den zivilen Fertigungsbereich bei Blohm + Voss in Hamburg sowie die Ingenieure in Kiel. Nach zwei Jahren Hängepartie verlangen die Beschäftigten eine klare Aussage zur Sicherung der Standorte und ihrer Arbeitsplätze“, erklärte Bade.

Der ThyssenKrupp-Konzern hat sich in einer Vereinbarung mit dem Gesamtbetriebsrat und der IG Metall verpflichtet, im Zuge der Umstrukturierung auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten und die Arbeitnehmervertreter bei Veränderungen rechtzeitig und umfassend einzubinden. „Wir erwarten, dass sich der Konzern an diese Zusagen hält“, sagte IG Metall-Vertreter Bade.

Die Gewerkschaft begrüßt, dass der Verkauf der HDW Gaarden in Kiel an Abu Dhabi MAR gelungen ist. „Für die 180 Kolleginnen und Kollegen an dem Standort bietet sich dadurch eine Perspektive“, so Bade.

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