Geiken: „Wir lassen uns nicht mit drei Prozent mehr Geld abspeisen“

Lautstarker Protest von 1500 Metallern in Lübeck

(20.04.2012) Rund 1500 Metaller aus allen fünf norddeutschen Bundesländern sind heute in Lübeck für 6,5 Prozent mehr Geld, die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten und mehr Mitbestimmung bei Leiharbeit auf die Straße gegangenen. Anlass war die dritte Runde der Tarifverhandlungen für die 140.000 Beschäftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie, die trotz eines ersten Angebots der Arbeitgeber keine Fortschritte brachte.

„Wir lassen uns nicht mit drei Prozent mehr Geld für 14 Monate abspeisen, während die Unternehmen immer neue Rekorde melden“, sagte der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken.

„Zu den Forderungen der Beschäftigten nach mehr Mitbestimmung bei Leiharbeit und der unbefristeten Übernahme haben die Arbeitgeber auch in der dritten Verhandlung so gut wie gar nichts gesagt. Sie müssen sich deshalb nicht wundern, wenn sich der Konflikt verschärft. Für uns ist klar: Eine Einigung gibt es nur, wenn wir für alle drei Themen eine Lösung gefunden haben.“

Über das weitere Vorgehen entscheidet die Tarifkommission der IG Metall Küste am Dienstag, 24. April, in Bremen. Die Friedenspflicht endet am 28. April. Danach sind Warnstreiks möglich.

Nächster Verhandlungstermin ist der 9. Mai in Bremen.



:: Medien Information 19 / 2012 (PDF | 25 KiB)