(20.03.2012) Die IG Metall Küste hat Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister aufgefordert, sich bei der Nord/LB für die Freigabe von zugesagten Krediten für die SIAG Nordseewerke in Emden einzusetzen. „Wir bitten sie dringend, auf die Nord/LB einzuwirken, ihre gemachten Zusagen gegenüber der SIAG Nordseewerke GmbH und den Kolleginnen und Kollegen einzuhalten“, schreiben der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken und der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Emden, Wilfried Alberts, in einem gemeinsamen Brief an den Regierungschef.
Weiter heißt es: „Es wäre geradezu absurd, sollte ein solches, von allen Beteiligten politisch gewolltes Zukunftsprojekt in der Wind- und Offshoreindustrie für Niedersachen, in dem zurzeit mehr als 700 Kolleginnen und Kollegen beschäftigt sind, durch das zögerliche und unverständliche Verhalten einer Bank zunichte gemacht werden.“
Die IG Metall-Vertreter verweisen darauf, dass die Nordseewerke von der Insolvenz der SIAG Schaaf AG nicht direkt betroffen sind: „Die SIAG Nordseewerke Emden GmbH ist zur Zeit in keiner Situation, die weder aus Gründen der Überschuldung noch aus Gründen von fehlender Liquidität ein Insolvenzverfahren rechtfertigt. Dies würde nur herbeigeführt, sollte die Nord/LB die zugesagten Kredite für die bestehenden und zukünftigen Aufträge nicht freigeben“, heißt es in dem Brief.
Die IG Metall Küste sieht die Landesregierung in einer besonderen Pflicht gegenüber den Beschäftigten. In dem im Oktober 2009 unterzeichneten Zukunftsvertrag für die Nordseewerke hatte sich das Land verpflichtet, den Strukturwandel vom Schiffbau zur Offshoreindustrie zu begleiten und zu überwachen.
Ansprechpartner für die Medien:
Wilfried Alberts, IG Metall Emden, Mobil 0170-3333-135
:: Medien Information 14 / 2012 (PDF | 17 KiB)