(21.04.2009) Alle Welt redet von der Krise. Für die gesamte deutsche Wirtschaft wird mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung gerechnet. Besonders hart sind Branchen betroffen, die einen hohen Exportanteil haben. Für das Handwerk gibt es bisher kaum einen Anlass zum »Krisenpessimismus«. Nach Darstellung der Handwerkskammern im Norden, gab es zu Beginn des Jahres 2009 lediglich die »jahreszeitlich bedingte Eintrübung«. Für das zweite Quartal 2009 wird sogar eine deutliche Verbesserung der Situation erwartet.
»Von der allgemeinen Krise in der deutschen Wirtschaft merken unsere Betriebe noch nichts«, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des SHK-Handwerks Michael von Bock und Polach, anlässlich der Jahrespressekonferenz des Verbandes.
Eine gute Gelegenheit endlich wieder Tarifverhandlungen aufzunehmen, um Entgelterhöhungen zu vereinbaren.
Wer gehofft hatte, dass die Innungen in Schleswig-Holstein und Hamburg ähnlich weitsichtig sind wie die in den Nachbartarifgebieten Bremen und Niedersachsen, hat sich getäuscht. In beiden Bundesländern gibt es keine Bereitschaft der Innungen, die tariflosen Zustände zu beenden.
Die Arbeitgeber wollen weiterhin die Gelegenheit nutzen, mit den Beschäftigten nach »Gutsherrenart« zu verfahren. Beschäftigte die sich nicht so gut verkaufen können, werden weiterhin im Lohn gedrückt. Auch Fahrzeiten werden häufig nicht vollständig gezahlt.
Wird die Unruhe irgendwann zu groß, werden in einigen Betrieben Bezingutscheine ausgegeben oder – unbestätigten Gerüchten zu Folge – auch schon mal »Schwarzarbeitsaufträge « an Gesellen vermittelt.
Derartige »Spielchen« können aber keine reguläre Tariferhöhung ersetzen. Hilfreich ist auf jeden Fall ein Betriebsrat, der sich für die Rechte der Beschäftigten und die Vertretung ihrer Interessen engagiert.
:: Metall-Nachrichten für das SHK-Handwerk Ausgabe 1 / April 2009 (PDF | 388 KiB)