IG Metall Küste weitet Warnstreiks am Freitag aus

Protest gegen mageres Angebot der Arbeitgeber geht weiter

(04.02.2015) Im IG Metall Bezirk Küste beteiligten sich heute sechs Betriebe aus dem nordwestlichen Niedersachsen und Schleswig-Holstein mit mehr als 800 Beschäftigten an den Warnstreiks. In Lübeck waren am Vormittag bei Dräger, GPE und Gabler 530 Beschäftigte dem Aufruf der Gewerkschaft gefolgt. Bei Lumberg in Cloppenburg, Waskönig und Walter im Saterland sowie MWA in Emden legten weitere 285 Beschäftigte am Nachmittag zeitweise die Arbeit nieder. Insgesamt beteiligten sich damit im IG Metall Bezirk Küste bereits 6.500 Beschäftigte aus 36 Betrieben an den Warnstreiks.

„Der Protest richtet sich gegen das magere Angebot der Arbeitgeber beim Geld, der Angriff auf die Altersteilzeit und das Nein zur Bildungsteilzeit“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Wir lassen uns bei der Weiterbildung nicht abkoppeln: Während die Arbeitgeber in Baden-Württemberg immerhin den Anspruch auf Freistellung anbieten, lehnt Nordmetall jegliche Regelung ab.“

In den nächsten Tagen werden die Warnstreiks ausgeweitet: Am Donnerstag folgen Arbeitsniederlegungen in fünf Betrieben in Schleswig-Holstein. Am Freitag werden mehrere tausend Beschäftigte in Bremen, Nordwestniedersachsen und Schleswig-Holstein aufgerufen. Kundgebungen sind zum Beispiel geplant bei Airbus, Daimler, Lear, Siemens und ThyssenKrupp System Engineering in Bremen, bei Ludolph in Bremerhaven, bei PremiumAerotec in Nordenham, bei Linde und Wiemann in Georgsheil, bei ThyssenKruppMarineSystems und Raytheon Anschütz in Kiel, Steen in Elmshorn und der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft.

Die IG Metall Küste verhandelt für die 140.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordwestniedersachsen und Schleswig-Holstein. Sie fordert 5,5 Prozent mehr Geld für alle Beschäftigten, mehr Zeit und Geld für Weiterbildung sowie Verbesserungen bei der Altersteilzeit. Die Verhandlungen gehen am 12. Februar in Hamburg in die dritte Runde.