(03.02.2015) Schwerpunkte der Warnstreiks im IG Metall Bezirk Küste waren heute das nordwestliche Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Insgesamt legten rund 1000 Beschäftigte aus sieben Betrieben zeitweilig die Arbeit nieder. Die größten Kundgebungen gab es mit 360 Teilnehmern bei Manitowoc in Wilhelmshaven und in Wismar, wo sich 410 Beschäftigte von Nordic Yards, Schottel und Lear vor dem Tor versammelten. Zu Warnstreiks aufgerufen waren auch die Eisengießerei Dinklage, Atlas Weyhausen und Brötje Raumheizsysteme Augustfehn (alle Niedersachsen).
Seit Ende der Friedenspflicht beteiligten sich im IG Metall Bezirk Küste bisher insgesamt 5700 Beschäftigte aus 30 Betrieben an den Warnstreiks. „In den nächsten Tagen werden wir die Warnstreiks ausweiten und weitere Betriebe einbeziehen“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Mit ihrem mickrigen Angebot haben die Arbeitgeber den Protest der Beschäftigten provoziert.“ Mittwoch und Donnerstag gibt es weitere Warnstreiks in Nordwestniedersachsen und Schleswig-Holstein. Kundgebungen sind zum Beispiel bei Lumberg in Cloppenburg, Waskönig und Walter im Saterland sowie bei Dräger und GPE in Lübeck geplant.
Die IG Metall Küste verhandelt für die 140.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordwestniedersachsen und Schleswig-Holstein. Sie fordert 5,5 Prozent mehr Geld für alle Beschäftigten, mehr Zeit und Geld für Weiterbildung sowie Verbesserungen bei der Altersteilzeit. Die Verhandlungen gehen am 12. Februar in Hamburg in die dritte Runde.
:: Medieninformation 9 / 2015 (PDF | 53 KiB)