(18.05.2010) Die IG Metall Küste und der Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) fordern gemeinsam ein Sofortprogramm für den Schiffbau in Deutschland.
„Um die Zukunftschancen des deutschen Schiffbausektors und Tausende Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen zu erhalten, sind energische und schnell umsetzbare Schritte notwendig“, heißt es in einem gemeinsamen Schreiben von IG Metall-Bezirksleiterin Jutta Blankau und VSM-Hauptgeschäftsführer Werner Lundt an den Maritimen Koordinator der Bundesregierung, Hans-Joachim Otto.
Das Sofortprogramm soll die Bereiche Nachfragestimulierung, Finanzierung sowie Innovationen und Umweltschutz umfassen. Mit Sorge sehen IG Metall und VSM, dass asiatische Anbieter mangels neuer Aufträge für Standardschiffe das Kerngeschäft deutscher Werften bedrängen und versuchen, die wenigen Produkte für Spezialschiffe mit Tiefstpreisen für sich zu entscheiden. Gewerkschaft und Unternehmensverband fordern ein baldiges Treffen mit der Bundesregierung, um über Sofortmaßnahmen zu beraten.
„Auf den deutschen Werften waren bei unserer letzten Betriebsrätebefragung im September vergangenen Jahres nur noch rund 17.500 Menschen direkt beschäftigt. Wir hatten einen Rückgang um fast 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Den Verlust von weiteren Standorten und einen weiteren Beschäftigungsabbau können wir uns nicht leisten. Sie gefährden die Branche in ihrer Existenz“, erklärte IG Metall-Bezirksleiterin Blankau.
:: Medien-Information 28 / 2009 (PDF | 20 KiB)
:: Brief an Staatssekretär Otto (PDF | 202 KB)