Ladenbau Weimann in Selmsdorf

Tarifkonflikt beendet und Arbeitskampf abgewendet

(10.09.2010) Für die rund 100 Beschäftigten des Unternehmens Ladenbau Weimann in Selmsdorf (Kreis Nordwestmecklenburg) Ist der seit Beginn des Jahres andauernde Tarifkonflikt beendet.

Das Unternehmen hatte die Tarifbindung an die Branchentarifverträge der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie im April 2010 beendet und die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen auf ostdeutsches Tarifniveau verlangt.

So sollte die Wochenarbeitszeit von 35 auf 40 Stunden angehoben werden, ohne Bezahlung der Zusatzstunden. Zusätzliches Urlaubsgeld und tarifliche Sonderzahlung (Weihnachtsgeld) sollte es zukünftig nur noch geben, wenn es das Unternehmen für angemessen hält. Durch eine Veränderung der Eingruppierungsmerkmale sollten Fachkräfte wie Hilfskräfte oder angelernte Arbeitnehmer vergütet werden können.

„Nach zahlreichen Verhandlungsrunden und zwei Warnstreiks der Belegschaft gelang heute die Einigung. Damit konnte der bereits vorbereitete Arbeitskampf abgewendet werden“, sagte der Verhandlungsführer der IG Metall, Wolfgang Lorenz.

So verpflichtet sich das Unternehmen, ohne Abstriche, wieder in die ursprüngliche Tarifbindung der Holz und Kunststoffverarbeitenden Industrie Schleswig-Holstein zurückzukehren.

Der zuständige Arbeitgeberverband Holz und Kunststoff Nord-Ost e.V. wird mit der IG Metall die zuvor gekündigten Tarifverträge für Hamburg, Schleswig-Holstein und Nordwestmecklenburg unverändert wieder in Kraft setzen.

Gleichzeitig wird mit dem Unternehmen ein Beschäftigungssicherungstarifvertrag abgeschlossen, der bis zum 31.12.2011 eine verlängerte Wochenarbeitszeit von 38 Stunden und vom 1.1.2012 bis zum 31.12.2012 von 37,5 Stunden vorsieht. Bis zu diesem Termin sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen.

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