Gesamt-Betriebsrat Airbus und IG Metall Küste

Verhandlungsstopp ist richtig

(27.03.2008) Zu dem heute von EADS bekannt gegebenen Stopp der Verkäufe der Werke Augsburg, Nordenham und Varel an OHB/MT Aerospace erklären die Bezirksleiterin der IG Metall Küste, Jutta Blankau und der Gesamtbetriebsratsvorsitzender von Airbus Deutschland, Rüdiger Lütjen:

Wir halten den Stopp der Verhandlungen mit OHB/MT Aerospace und Cerberus für richtig. Ohne ausreichende industrielle und finanzielle Fähigkeiten von OHB/MT Aerospace wäre ein Verkauf ein großer Fehler und ein Risiko für Airbus und die Beschäftigten gewesen. Auf diese Risiken haben wir als Arbeitnehmervertreter immer hingewiesen.

Das Management von EADS/Airbus muss aber jetzt die Zukunftsentscheidungen im Rahmen A350XWB, insbesondere über die Arbeitspakete, fällen und die entspre-chenden Investitionen in den Standorten durchführen.

Für die von der Unternehmensleitung zeitnah angekündigten Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern stehen wir bereit und werden dort unsere Forderungen einbringen. Dazu gehören industrielle, wirtschaftliche und finanzielle Konzepte für die Zu-kunftsperspektiven der Standorte.

Da die Verhandlungen zum Verkauf des Standortes Laupheim weitergeführt werden sollen, werden wir gemeinsam mit den Beschäftigten für unsere Forderungen zu langfristigen Standortgarantien, zu den Beteiligungen an den laufenden Programmen und insbesondere auch an dem Neuprogramm A350XWB sowie der Fortführung der arbeits- und sozialrechtlichen Standards, weiter streiten.

„Die langfristige Zukunftsperspektive aller EADS/Airbus Standorte und ihrer Beschäftigten bleibt unser oberstes Ziel!", so Rüdiger Lütjen, Gesamtbetriebsratsvorsitzender Airbus Deutschland.

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