(25.01.2018) Die vierte Runde der Tarifverhandlungen für die 140.000 Beschäftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie ist ohne nennenswerte Annäherung beendet worden. Es ging ausschließlich um die regionalen Themen wie Wasch- und Umkleidezeiten und die Angleichung der Schichtzuschläge sowie die Angleichung Ost.
"Um am Verhandlungstisch zu einer Gesamtlösung zu kommen und eine weitere Eskalation zu vermeiden, müssen sich die Arbeitgeber auch bei den regionalen Themen mehr bewegen. Wir erwarten, dass sie konkrete Vorschläge dazu vorlegen", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. Er kündigte an, dass am Nachmittag die Tarifkommission über den Verhandlungsstand an der Küste und in Baden-Württemberg berät. Über das weitere Vorgehen entscheide dann morgen der Vorstand der IG Metall.
Fast 80.000 Warnstreikende hat die IG Metall in den vergangenen drei Wochen an der Küste gezählt. "Die überwältigende Beteiligung zeigt: Die Metaller und Metallerinnen an der Küste sind bereit, für ihre Forderungen zu kämpfen", so Geiken. "Sie erwarten auch Lösungen bei den regionalen Themen, die heute im Zentrum der Verhandlungen standen."
Neben sechs Prozent mehr Geld für zwölf Monate fordert die IG Metall einen Anspruch auf zeitweise Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden und einen Entgeltzuschuss für die Beschäftigten, die ihre Arbeitszeit verringern und Kinder betreuen, Familienangehörige pflegen oder im Schichtdienst arbeiten.
Weitere Termine für Verhandlungen wurden zunächst nicht vereinbart.