Gemeinsame Presseinformation von Airbus in Deutschland und IG Metall Küste
Airbus: Zukunftstarifvertrag unterzeichnet
(13.02.2012) Mit einem umfassenden Zukunftstarifvertrag stellen Geschäftsführung, Gesamtbetriebsrat, Nordmetall und IG Metall Küste gemeinsam die Weichen für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.
Damit werden die Beschäftigung und die vier Standorte von Airbus in Deutschland (Hamburg, Bremen, Stade, Buxtehude) langfristig gesichert. Nach einer grundsätzlichen Einigung auf die Eckpunkte am 19. Oktober 2011 haben die Vertragsparteien nun das vollständig ausgearbeitete Vertragswerk unterzeichnet.
„In einer neuen Kultur der Zusammenarbeit wollen wir gemeinsam die Produk-tivität weiter steigern und dadurch Standorte und Arbeitsplätze sichern“, sagte Günter Butschek, Vorsitzender der Geschäftsführung von Airbus in Deutsch-land. „Die Kompetenzen unserer Mitarbeiter sind das Fundament des Erfolges von Airbus. Auf ihr Wissen und ihr Engagement bauen wir auch bei der Sicherung unserer Zukunftsfähigkeit.“
Der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, erklärte: „Mit dem Zukunftstarifvertrag sichern wir langfristig die Arbeitsplätze bei Airbus in Deutschland. Uns ist es gelungen, Leiharbeit zu begrenzen und den Grundsatz „gleiche Arbeit – gleiches Geld“ zu erhalten. Das Unternehmen bietet zudem jungen Menschen eine sichere Perspektive: Bei Airbus gilt die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung.
„Die Zukunft des Unternehmens lässt sich nur gemeinsam mit den Beschäftigten sichern. Arbeitnehmervertreter und Geschäftsführung haben sich zu einer neuen Kultur der Zusammenarbeit bekannt. In diesem Sinne werden wir Airbus gemeinsam weiter stärken“, sagte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates von Airbus in Deutschland, Johann Dahnken.
Die wichtigsten Elemente der Vereinbarungen im Einzelnen:
Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit gemeinsam steigern Grundlage zur langfristigen Sicherung von Beschäftigung und Standorten bis Ende des Jahres 2020 ist der gemeinsame Wille, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Wesentliche Elemente dabei sind Produktivitätserhöhungen, die deutlich über den bisherigen jährlichen Planungszielen liegen sollen. Basis dafür ist ein gemeinsamer, langfristiger Optimierungsprozess, den die Mitarbeiter wesentlich mitgestalten. Dafür wurden die Beteiligungsrechte der Mitarbeiter gestärkt. Der Optimierungsprozess umfasst die kontinu-ierliche gemeinsame Verbesserung von Prozessen sowie Arbeitsweisen und damit des Geschäftsergebnisses.
Der Zukunftstarifvertrag gilt für die Stammbelegschaft von Airbus in Deutschland und regelt auch die Bedingungen der Zeitarbeit. Seine Laufzeit endet zum 31.12.2020. Die Geschäftsführung hat das Recht, den Zukunftstarifvertrag zum 31.12.2016 zu kündigen.
Ausbildung:
Airbus behält die Ausbildungsquote von fünf Prozent der Stammbelegschaft bei. Alle Auszubildenden, die ihre Ausbildung erfolgreich durchlaufen haben, werden in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen. Besonders förderungswürdigen Auslernern mit Hochschulreife bietet das Unternehmen die Möglichkeit, nach einem weiterführenden Studium das Arbeitsverhältnis wieder aufzunehmen.
Flexibilität:
Unternehmensweit werden ab 2012 im Serienbetrieb mindestens 80 Prozent Stammmitarbeiter und höchstens 20 Prozent flexible Arbeitskräfte (Zeitarbeit-nehmer und befristete Mitarbeiter) tätig sein. Ab 2015 setzt sich die Quote der flexiblen Kräfte aus 15 Prozent Zeitarbeitnehmern und fünf Prozent befristeten Mitarbeitern zusammen. Beim Anlauf von neuen Flugzeugprogrammen kann im Bedarfsfall von diesen Quoten abgewichen werden. Für Zeitarbeitnehmer gelten auch weiterhin ab dem vierten Monat die gleichen Entgelt- und Arbeitsbedingungen wie für die Airbus-Stammbelegschaft. 2012 erhalten weitere 300 Zeitarbeitnehmer das Angebot einer unbefristeten Anstellung bei Airbus.
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