Geiken: "Beschäftigte gehen für mehr Geld und mehr Zeit auf die Straße"
Auftakt der Warnstreiks an der Küste am Montag bei Leoni in Friesoythe
(05.01.2018) In der Tarifrunde für die 140.000 Beschäftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie startet die IG Metall Küste Anfang der Woche mit ersten Warnstreiks. Auftakt ist am Montag (8.1.) beim Kabelhersteller Leoni in Friesoythe (Niedersachsen), wo um 6 Uhr eine Kundgebung vor dem Betrieb geplant ist. Nach Aktionen in einzelnen Betrieben am Montag und Dienstag werden die Warnstreiks ab Mitte der Woche auf Unternehmen in allen fünf norddeutschen Bundesländern ausgeweitet.
"Die Beschäftigten werden für ihre Forderungen Druck machen. Sie gehen für mehr Geld und mehr Zeit auf die Straße", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. "Die Arbeitgeber sind gut beraten, sich mit unseren Forderungen auseinanderzusetzen. Nur so kommen wir in der dritten Verhandlung am 18.1. in Bremen weiter", so der Gewerkschafter.
Neben sechs Prozent mehr Geld für zwölf Monate fordert die IG Metall einen Anspruch auf zeitweise Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden. Wer in Schicht oder anderen belastenden Tätigkeiten arbeitet, Kinder betreut oder Angehörige pflegt, soll zudem einen Zuschuss bekommen, um sich die kürzeren Arbeitszeiten leisten zu können.
Weitere Themen der Verhandlungen sind eine bezahlte Freistellung vor Prüfungen für Auszubildende und Dual-Studierende, Regelungen zum Personalausgleich und für Umkleidezeiten, die Angleichung der Schichtzuschläge und eine Verhandlungsverpflichtung für einen Prozess zur Angleichung der Tarifverträge im Osten.
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