Gesamtbetriebsrat und Geschäftsführung erzielen Einigung

Bei Atlas gelten die Tarifverträge weiter

(26.11.2010) Für die 650 Beschäftigten der Atlas-Werke in Delmenhorst, Ganderkesee und Vechta gelten die Tarifverträge weiter. Außerdem bekommen sie die für den 1. Mai 2011 vorgesehene Tariferhöhung von 2,7 Prozent. Darauf einigten sich die Geschäftsführung und der Gesamtbetriebsrat, begleitet von der IG Metall, nach zwölfstündigen Verhandlungen in der Nacht. Die Arbeitsbedingungen werden durch eine Gesamtzusage kollektiv abgesichert.

„Nach fünf Wochen Streik haben wir ein Ergebnis erreicht, das die Beschäftigten vor Willkür schützt“, erklärte die Bezirksleiterin der IG Metall Küste, Jutta Blankau. „Die Geschlossenheit der Belegschaft und die überwältigende Solidarität aus der Region und dem gesamten Bundesgebiet haben Fil Filipov dazu gebracht, auf die Beschäftigten zuzugehen“, so die Gewerkschafterin.

„Mit der Einigung sind auch alle Kündigungen und Strafanträge durch die Geschäftsführung vom Tisch. Damit ist für uns eine Grundlage für eine vernünftige Zusammenarbeit von Unternehmensleitung und Beschäftigten geschaffen“, ergänzte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Oldenburg, Hartmut Tammen-Henke. „Wir haben außerdem erreicht, dass auch für neu eingestellte Mitarbeiter unsere Tarifverträge gelten.“ Bei der Bezahlung von befristet Beschäftigten könne maximal für zwölf Monate vom Tarifvertrag abgewichen werden.

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Atlas Maschinenbau GmbH, Holger Rigbers, erklärte: „Ein Tarifvertrag mit der IG Metall wäre für alle Beteiligten die beste Lösung gewesen. Trotzdem haben wir viel erreicht: Die tariflichen Regelungen wie die 35-Stunden-Woche sowie Urlaubs- und Sonderzahlungen gelten bei Atlas weiter. Das bietet uns und unseren Familien Sicherheit und Verlässlichkeit. Das hätten wir ohne den Arbeitskampf, ohne den Einsatz der am Streik beteiligten Kolleginnen und Kollegen und ohne die IG Metall nicht geschafft.“

Die Tarifkommission hat die Annahme des Ergebnisses empfohlen. Am Montag, 29. November, findet in der Zeit von 13 bis 15 Uhr die Urabstimmung an den drei Standorten statt.

:: Weitere Informationen

:: Medien-Information 58 / 2010 (PDF | 18 KiB)



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Heiko Messerschmidt
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