"Rettet die Werft": Bereits mehr als 15.400 Unterschriften

Betriebsräte aller deutschen Werften fordern Erhalt der Nordic Yards

(25.02.2010) Die Betriebsräte aller deutschen Werften machen sich für den Erhalt der Nordic Yards in Wismar und Rostock-Warnemünde stark.

„20 Jahre gemeinsamer Kampf für die Zukunft der Werften und 20 Jahre Kampf für eine industrielle Perspektive in Nord-deutschland dürfen nicht durch das Missmanagement der Banken und durch das Versagen von Politik und Werftbesitzer umsonst gewesen sein,“ heißt es in einer Erklärung der Arbeitsgemeinschaft Schiffbau der IG Metall Küste. Diese haben bei einem Treffen heute in Hamburg u.a. Betriebsräte der Volkswerft Stralsund, der Peene-Werft Wolgast, der Neptun Werft Rostock, der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft, der Meyer Werft Papenburg, der Nordseewerke Emden und der HDW Kiel unterzeichnet.

Die Betriebsräte unterstützen die Forderungen der IG Metall Küste nach einer industriepolitischen Perspektive für die Standorte Wismar und Ros-tock. Die Arbeitnehmervertreter sagten darüber hinaus ihre Unterstützung beim Kampf um die Zukunft der Standorte zu. „Landes- und Bundesregierung dürfen nicht tatenlos zusehen, wie der Schiffbau, die Kernindustrie in Mecklenburg-Vorpommern, stirbt“, erklärte Jutta Blankau, Bezirksleiterin der IG Metall Küste. „Daran werden wir die Politiker mit unseren Protesten bei der Landtagssitzung in Schwerin am 10. März erinnern“, so die Gewerkschafterin.

An der Unterschriftenaktion unter dem Motto „Rettet die Werft“ haben sich inzwischen mehr als 15.400 Bürger beteiligt. Die Initiatoren, die IG Metall Rostock und die Betriebsräte, sehen darin ein klares Votum für die Verlängerung der Transfergesellschaft. „Landes- und Bundesregierung müssen sich im Klaren sein, dass sie sich angesichts der überwältigenden Unterstützung immer weiter isolieren, wenn nicht bald der geforderte Dialog für eine Zukunftslösung beginnt“, erklärte der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Rostock, Rüdiger Klein.

Der ehemalige Betriebsratsvorsitzende der Wadan-Werft in Rostock, Harald Ruschel, ergänzt: „Die Politiker können das Problem nicht einfach aussitzen. Wir wollen Antwort von denen, die uns im Juli 2009 den Schulterschluss im Kampf um die Werftstandorte angeboten haben.“

:: Medien-Information 09 / 2010 (PDF | 20 KiB)



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Heiko Messerschmidt
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