Treffen von Ministerpräsidenten und Gewerkschaften

Der Norden muss gemeinsam Wind in Berlin machen

(28.01.2014) Die IG Metall Küste fordert von den Landesregierungen in Norddeutschland ein gemeinsames Engagement für die Windindustrie:

„Durch die Ankündigung der Bundesregierung, die Vergütung für die Windenergie auf See entgegen der Zusage im Koalitionsvertrag kürzen zu wollen, ist bereits erheblicher Schaden entstanden“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der norddeutschen Bundesländer. „Gemeinsam mit den Regierungschefs müssen wir jetzt alles daran setzen, dass wir schnell zu einer Planungs- und Investitionssicherheit für Investoren gelangen. Nur dadurch lassen sich weitere Schäden abwenden und die Arbeitsplätze in der Zukunftsbranche sichern. Um Entlassungen zu verhindern und das Know-how in den Betrieben zu halten, müssen wir die Möglichkeit zur Kurzarbeit verlängern.“

Die IG Metall Küste spricht sich dafür aus, kurzfristig zu einem industriepolitischen Dialog für die Branche einzuladen. „Politik, Industrie und Gewerkschaften müssen den Sachstand gemeinsam analysieren und sich auf gemeinsame Schritte einigen, damit der Ausbau der Windenergie gelingt“, erklärte Geiken. „Damit der Energiewende nicht die Puste ausgeht, muss der Norden in den nächsten Wochen in Berlin kräftig Wind machen.“

Er warnte die Bundesländer davor, sich in der Diskussion um die Reform des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) gegeneinander ausspielen zu lassen: „Es geht nicht um On- oder Offshore, sondern um die Zukunft der gesamten Windbranche, deren Arbeitsplätze für den Strukturwandel an der Küste von zentraler Bedeutung sind."

:: Medien Information 4 / 2014 (PDF | 26 KiB)



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Heiko Messerschmidt
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